Pressemitteilung vom 07.07.2010

Die Ratsgruppe DIE LINKE. im Rat der Stadt Leverkusen sagt ihre Teilnahme an einer
Veranstaltung der GdP (Gewerkschaft der Polizei) anlässlich der Kölner Lichter ab.

Uwe Kossel, GdP Hamburg

Ausschlaggebend hierfür sind Äußerungen von Uwe Kossel, GdP Hamburg über
die Partei DIE LINKE in einem Interview
mit Report München. Report München ist
bekannt für eine äußerst rechtsgerichtete Berichterstattung über Die LINKE.,
die mit überparteilichem Journalismus schon lange nichts mehr zu tun hat.

Bereits mehrmals sind Journalisten von Report München durch sehr aggressives
Auftreten gegenüber Mitgliedern und Mandatsträgern der Linken aufgefallen.
Darüber hinaus werden Interviews in Berichten von Report München generell
verfälscht wiedergeben und Sachverhalte oftmals durch manipulative Schnittfolgen
absichtlich falsch dargestellt.

In einem erst kürzlich erschienenem Bericht zur Landtagswahl NRW wurde beispielsweise
ein Komiker der Satirepartei "Die PARTEI", der auf einer Veranstaltung mit einer DDR
Fahne erschienen war, als Mitglied der Linken dargestellt, um DIE LINKE. in die Nähe der
SED Politik zu rücken. Die LINKE. lehnt diese als Journalismus getarnte Meinungsmache
entschieden und in aller Form ab und wird daher künftig für Interviews mit diesem Magazin
nicht mehr zur Verfügung stehen.

Report München

Im gestrigen Bericht von Report München (05.07.2010) wurde Die LINKE. als militante Organisation verunglimpft,
weil sie undemokratisches und gewalttätiges Verhalten von staatlichen Sicherheitskräften aufs schärfste verurteilt.
Dies tut sie jedoch nicht nur aus ihren Erfahrungen im SED Regime heraus, sondern auch weil sie für eine
konsequente Demokratisierung der Gesellschaft und somit auch der Polizei eintritt.

Aus diesem Grund sucht Die LINKE. den Dialog mit der GdP, um einen kritischen Austausch zu ermöglichen.
Leider versucht Uwe Kossel von der GdP Hamburg jedoch in seinem Interview DIE LINKE. als Hort des
Extremismus darzustellen und schwimmt somit gefällig im Strom der Meinungsmache von Report München.
Dies zeigt, dass die linke Einschätzung des Polizeiapparates als aggressives Instrument gegen demokratische
Protestformen und Kritik an Staat, Politik, Gesellschaft und Kapitalismus leider durchaus richtig ist.

Daher wird DIE LINKE nicht an der genannten Veranstaltung der GdP während der Kölner Lichter teilnehmen.
Trotz alledem stehen wir weiterhin jedem Austausch offen gegenüber und hoffen auf eine kritische Aufarbeitung
seitens der GdP.